Neue Fördermaßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt


Ab dem 01.04.2015 werden die Zuschüsse für Investitionen im Rahmen des Marktanreizprogrammes MAP für erneuerbare Energien im Wärmemarkt (Solarthermie, Biomasse und Wärmepumpen) durch das Bundesumweltministerium nochmals angehoben. Es gelten die Bestimmungen der Richtlinien vom 11. März 2015.


Die Änderungen und Neuregelungen im Marktanreizprogramm (MAP) betreffen sowohl den Förderteil der Investitionszuschüsse (BAFA) als auch den KfW-Teil für Anlagen im größeren Leistungsbereich.

Auszugsweise finden Sie untenstehend die wichtigsten Punkte der BAFA-Förderung mit Beispielen und Anmerkungen. Die Basisförderung ist nur bei Maßnahmen im Gebäudebestand möglich, Innovationszuschüsse können sowohl im Gebäudebestand als auch im Neubau beantragt werden. Der Gebäudebestand ist gegeben, wenn vor der Inbetriebnahme der beantragten Fördermaßnahme im Gebäude seit mehr als zwei Jahren ein anderes Heizungssystem oder Kühlsystem installiert ist.
Nach wie vor gilt für Privatanwender ein vereinfachtes Antragsverfahren, das bedeutet, dass der Antrag nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme eingereicht werden kann. Für Unternehmen und Freiberufler bzw. für Förderanträge im Rahmen der Innovationsförderung müssen die Anträge vor dem Vorhabensbeginn eingereicht werden. Die jeweiligen Förderanträge erhalten Sie vom BAFA (www.bafa.de).


Förderung für Holzvergaserkessel durch das BAFA



  • Basisförderung für Scheitholzvergaserkessel im Gebäudebestand

    Für besonders emissionsarme, handbeschickte Holzvergaserkessel im Bereich von 5 - 100 kW Nennwärmeleistung können pauschal 2000 € Förderung je Heizungsanlage beantragt werden.

    Solarbayer bietet hier drei Kesselgrößen der Serie HVS (16 LC, 25 LC und 40 LC) an, welche in der Liste für förderbare, handbeschickte Biomassekessel eingetragen sind, sowie den neuen Scheitholzvergaserkessel VEDOLUX 350.


  • Innovationsförderung für Scheitholzvergaserkessel mit Partikelabscheider im Abgas

    Im Rahmen der Innovationsförderung kann für Holzvergaserkessel auch im Neubau eine Förderung beantragt werden, wenn hierfür eine Einrichtung zur sekundären Abscheidung der im Abgas enthaltenen Partikel besteht.

    Die Förderung beträgt hier im Neubau 2000 €, der Förderbetrag im Gebäudebestand erhöht sich auf 3000 €.

    Für die Nachrüstung einer Partikelabscheidung in eine bereits bestehende Biomasseanlage ist eine Förderung von 750 € möglich.


  • Zusatzförderungen

    Kombinationsbonus:
    Bei gleichzeitiger Installation einer förderfähigen Solar- oder Wärmepumpenanlage oder dem Anschluss an ein Wärmenetz ist ein Kombinationsbonus von 500 € möglich.

    Gebäudeeffizienzbonus (nur Wohngebäude im Gebäudebestand):
    Wenn die Scheitholzvergaseranlage in einem KfW-Effizienz 55 errichtet wird, kann zusätzlich zur Basisförderung ein Effizienzbonus von bis zu 50 % der Basis- oder Innovationsförderung gewährt werden.

    Optimierungsmaßnahmen
    Das BAFA fördert außerdem viele Einzelmaßnahmen, die der energetischen Optimierung der Heizungsanlage und der Warmwasserbereitung in Bestandsgebäuden dienen, z.B. den Ausbau und die Entsorgung der Altheizung, der Heizöltanks, Erneuerung des Heizungssystems zur Reduzierung der Systemvorlauftemperatur, den Einbau von Regulierventilen, u. v. m. .

    Die Optimierungsmaßnahmen werden bei gleichzeitiger Durchführung mit Errichtung der Holzvergaseranlage mit 10% der Nettoinvestitionskosten gefördert. Die Nachträgliche Durchführung der Optimierungsmaßnahme nach 3 bis 7 Jahren wird 100 € bis max. 200 € bezuschusst.


  • Weiterführende Informationen zur BAFA-Förderung

    Weitere Informationen sowie sämtliche Fördervoraussetzungen finden Sie auf der Webpräsenz des BAFA unter
    www.bafa.de / Energie / Heizen mit erneuerbarer Energie / Biomasse









Stand 01.04.2015, alle Angaben ohne Gewähr, es gelten die Bestimmungen der Richtlinien vom 11. März 2015.